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Sehenswertes

Der Gedenkstein 1125 Jahre am Ortseingang

1125jahreAm 2.5.2004 wurde vom Heimatverein des Kirchspiels Hemmerde an der Dorfstraße am Ortseingang nahe der Bundesstraße 1 ein großer Grünsandstein enthüllt. Er erinnert an die erste Erwähnung Hemmerdes im Jahr 872. Auch das große Dorfjubiläum anlässlich des 1125-jährigen Bestehens im Jahre 1997 findet sich auf dem Sandstein, der nach einem Entwurf von Karl-Heinz Esch geschnitten und bearbeitet wurde. Zur Herstellung wurde Anröchter Grünsandstein verwendet, da er dem früher in Dreihausen und Siddinghausen abgebauten Sandstein am nächsten kommt. Er wurde ebenfalls zum Bau der evang. Kirche und auch für die Grundmauern vieler Häuser des Dorfes verwendet. Das Material soll von der Bodenständigkeit, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit der Hemmerder künden.
Das Denkmal ist nach Osten geneigt. Damit will sich das Dorf als östlichster Stadtteil Unnas darstellen. An dem Stein ist das Hemmerder Wappen angebracht, welches bis 1968 das Wappen der früheren Gemeinde darstellte.
Der Stein soll nicht nur dem Gedenken vergangener Zeit dienen, sondern auch Anreisende auf das Leben im Dorf neugierig machen. Viele fleißige Hände der engagierten Mitglieder des Heimatvereins ließen das Schmuckstück Wirklichkeit werden. Die Familie Goeke stellte den Platz zur Aufstellung zur Verfügung.


Die Rüschebecken

ruscheIm Jahre 1873 wurden in der "Rüsche" zwei Bohrlöcher in die Erde getrieben und durch den Bau von Bassins um die Bohrlöcher herum eine mustergültige Wäscheeinrichtung auf dem Rande dieser Bassins hergestellt. Sie haben eine Länge von 10 mal und 12 mal 2 m. Der Rand ist 55 cm breit und besteht aus Sandsteinplatten. Diese praktische Einrichtung, begünstigt durch einen starken Quell und schönes sauberes Wasser, machte den Hausfrauen und Wäscherinnen das Waschen zu einer Freude, waren sie doch bisher gezwungen, in langwieriger anstrengender Arbeit das Wasser aus den Gemeinschaftsbrunnen zu kurbeln und vielleicht noch weit zu tragen. Die ehem. Wäscheteiche am oberen Stenpad waren zeitweise ausgedorrt.
Nicht nur die Hemmerder wußten diese neue Einrichtung zu schätzen, auch von weiter her, aus Nachbarorten kamen sie mit Roß und Wagen gefahren.
Jahrzehnte haben die Bassins den Wäscherinnen gedient, nun ist es dort still geworden. Aber das Wasser sprudelt und rauscht wie ehedem und die Bassins sind nach Renovierung wie neu. Ein Bassin steht heute unter Denkmalschutz.


Der Dorfbrunnen

s brunnenIn Hemmerde, wo die Häuser wie in der Stadt dichter zusammen stehen, gab es am „Kirchplatz", in „Kusen Garten", „auf dem Tigge" und „auf dem Siepen" Brunnengemeinschaften. Am Kirchplatz befanden sich früher zwei Brunnen, die von 16 Häusern benutzt wurden. Der Brunnen am Treppemaufgang wurde nach dem 2. Weltkrieg mit einer Betonplatte abgedeckt, als die Kirchstraße gepflastert wurde. Er ist 1988 vom Heimatverein wiederaufgebaut worden. Der Brunnen ist vollkommen funktionsfähig und hat eine Tiefe von 5,50 m, und die Wasserhöhe beträgt 2,00 Meter. Im November 2006 hat er eine neue hölzerne Haube bekommen.


Gedenktafel am Ehrenmal

s gedenktafelZum großen 1125jährigen Dorfjubiläum 1997 wurde vom Heimatverein diese Tafel an die Außenmauer des Ehrenmals angebracht und feierlich enthüllt. Sie erinnert an die erste schriftliche Erwähnung unseres Dorfes in einem Güterverzeichnis der Abtei Werden bei Essen. Um einen Überblick über die Pachtleistungen zu erhalten, hatte dieses Kloster Ende des  9. Jahrhunderts ein Abgabenverzeichnis, ein sogenanntes Urbar angelegt, welches auch die früheste schriftliche Erwähnung Hemmerdes enthält, das damals noch Hamarichi hieß.
Die Vorlage für diese Tafel schuf der Hemmerder Zeichenkünstler Karl-Heinz Esch [†].


Schüler aus Bronze

z2Zwei Figuren erinnern seit dem 12. September 2008 an die Gründung der Hemmerder Grundschule. Sie stellen zwei Schüler aus der Anfangszeit der Schule am Anfang des vorigen Jahrhunderts dar. Die Enthüllung der Figuren versetzt die Hemmerder Grundschule bereits ein knappes Jahr vor ihrem 100-jährigen Bestehen im Jahre 2009 in Jubiläumsstimmung.
Vor einigen Jahren kam der Vorsitzende des Heimatvereins des Kirchspiels Hemmerde, Albrecht Kiese, mit einer Idee und dem Wunsch zu einer Skulptur ins Atelier des Hammer Künstlers Harald K. Müller. In Nähe der Grundschule Hemmerde sollte die "Schulkinderskulptur" in Bronze entstehen. Der Heimatverein spricht von einer "historischen und gleichzeitig zeitlosen Darstellungsform". Nach dem künstlerischen Modellieren ermöglichte ein Silikonabguss ein maßgenaues Wachsduplikat. Dieses Wachsteil wurde mit keramischen Massen umgeben. Es folgte ein Ausschmelzen des Wachses. Durch mehrtägiges Brennen entstand eine Gussform, in die geschmolzene Bronze gefüllt wurde. Der Heimatverein setzt den Schulkindern somit ein Denkmal. Etwa zwei Jahre hat der freischaffende Bildhauer gebraucht, um dem Grundschüler und der Grundschülerin zu einer Gestalt zu verhelfen. Und gerade die 115 Schüler, die in der Hemmerder Grundschule die Bank drücken, sind die Zukunft des Dorfes. Doch mit den beiden Statuen wird auch die 100-jährige Geschichte der Grundschule gehuldigt. Die beiden i-Dötze sind nämlich ein Bild der Vergangenheit: Mit Tintenfass und Büchergürtel machen sie sich die Bronze-Kinder auf den Weg zur Schule – wie vor 100 Jahren.


Mehlers Haus im Stenpad

s mehlerDer Geschichtsschreiber Franz Josef Mehler hatte sein Fachwerkhaus am Steinpfad, dem heutigen Fußpfad Mehler Stenpad, in dem er als Chronist der Stadt Werl einen großen Teil seines Lebens verbrachte. 1819 war er in Werl geboren. Um 1840 verheiratete er sich mit Christina Kleine-Weischede aus Steinen bei Hemmerde. Seine zweite Ehefrau war Karoline Sträter aus Lahr bei Menden. Sie war die Mutter des zweiten Sohnes und Großmutter von Florenze Mehler. In Werl hatte er den Beruf eines Blaufärbers erlernt und ausgeübt. Seine eigentlichen Interessen lagen jedoch auf dem Gebiete der Heimatforschung. Seine Zeitgenossen erkannten wohl kaum den Wert seiner heimatgeschichtlichen Arbeiten. Daß Propheten im eigenen Lande meist wenig gelten, mußte auch F. J. Mehler erfahren. Seine Geschichte der Stadt Werl umfaßt über 500 Seiten und wurde im Verlage der Steinschen Buchhandlung im Jahre 1891 herausgegeben.
1905 wurde Mehler auf dem kath. Friedhof in Hemmerde beigesetzt. Vor einigen Jahren hat ihm die Stadt Werl auf seinem Grab einen Stein gesetzt und dadurch ihren Dank und ihre Anerkennung zum Ausdruck gebracht.


Heimatmuseum im alten Spritzenhaus

Trägerschaft: Heimatverein des Kirchspiels Hemmerde e.V.
Ausstellungsschwerpunkte: Landwirtschaft, Handwerk, Haushalt und Alltagsleben im Kirchspiel Hemmerde
Öffnungszeiten und Führungen: nach Vereinbarung, Kontakt: Albrecht Kiese, Telefon 02308/651

bild21850 - Die Gemeinde Hemmerde baut dieses Haus als Spritzenhaus der Brandwehr für das Oberdorf
1908 - Die Feuerwehr wird gegründet. Sie nutzt dieses Gebäude, bis sie 1911 ein neues Gerätehaus bezieht, das in der früheren kath. Volksschule, Hemmerder Dorfstr. 82, eingerichtet ist. Das alte Spritzenhaus dient von 1911 an als Lagerraum und als Stallung für die Nachbarschaft.
1945 - Gemeindearbeiter nutzen dieses Haus als Werkstatt und Aufenthaltsraum
1968 - Im Zuge der kommunalen Neuordnung übernimmt die Stadt Unna den Bau als Lagerraum
1988 - Durch einen Tauschvertrag geht das Anwesen in den Besitz der evang. Kirchengemeinde Hemmerde über
2000 - Auf Initiative des Heimatvereins des Kirchspiels Hemmerde beginnen die Renovierungsarbeiten des verfallenen Bauwerks
2001 - Der Heimatverein des Kirchspiels Hemmerde erhält von der evang. Kirchengemeinde die Genehmigung, das Gebäude als Dorfmuseum nutzen zu dürfen
2002 - Nach vollstänidger Renovierung unter Beteiligung vieler freiwilliger Helfer wird das frühere Spritzenhaus am 20. April als Dorfmuseum eröffnet.

Es werden regelmäßig Führungen angeboten. Telefon: 02308/651.
Quelle A. Kiese


Die kath. Kirche

kath11Am 6. April 1823 erfolgte die Grundsteinlegung. Die Bauzeit betrug ganze 10 Jahre. Die Steine wurden in einen Steinbruch gebrochen, der am Dreihauser Weg, hinter der Besitzung des Landwirtes Karl-Heinz Wilke lag. Die Bauern beider Religionsgemeinschaften stellten die Arbeitskräfte sowie auch einige Baumaterialien zur Verfügung.
Die neue kath. Kirche wurde den Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht, und damit fand das Hemmerder Simultaneum nach 25 Jahren sein Ende. Am 9. April 1945, beim Einzug der Amerikaner in unser Dorf, wurde die Kirche ein Opfer der Flammen. Ein Granattreffer der eigenen Artillerie setzte den Turm in Brand. Dieser stürzte auf das Kirchendach, wo das Feuer in dem alten Holz des Dachstuhls reichlich Nahrung fand. In einem Inferno von lodernden Flammen versank alles - Orgel, Bänke, zwei Seitenaltäre, die Strahlenmadonna, eine wertuolle, doppelseitige Figur, Beichtstuhl und Kanzel - in Schutt und Asche. Von dem historischen Hochaltar blieben traurige Ruinen zurück. Die prächtigen Wand- u. Deckenmalereien waren vernichtet. Die Steinplatten des Bodens waren von der Hitze geborsten. Es wurde mit allen Kräften am Wiederaufbau der Kirche gearbeitet. Für die Dachkonstruktion wurden der Gemeinde Eisenträger geschenkt. Der Turm wurde altarkgegenüber dem früheren vereinfacht, jedoch 1-2 Meter höher als der evangelische. Der Weihnachtsgottesdienst 1948 konnte wieder in der Kirche gefeiert werden.
Der kostbare Hochaltar von Gerhard Gröninger (geb. 1582) wurde im Jahre 1954 durch den Bildhauer J. Koch aus Geseke unter der Leitung des Landeskonservators aus Münster renoviert. Wann dieser barocke Hochaltar angefertigt wurde, ist nicht genau bekannt. Ein Datum ergibt sich etwa aus dem Wappen des Erzbischofs Ferdinand von Bayern (1612—1650), das am Altar angebracht ist.
Die Hallenkirche am Friedhofsweg wurde zuletzt 1983 renoviert.


Die evang. Kirche

s evangDen ältesten Teil der heute evangelischen Pfarrkirche bildet das Querhaus, das noch aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt. Diesem schloß sich nach Osten ursprünglich eine halbrunde Apsis an. Das zugehörige romanische Langhaus wurde um 1300 - möglicherweise in Verbindung mit der im Jahre 1290 erfolgten Übertragung des Patronats an das Stift Scheda - durch das heutige ersetzt und der fünfeckige Chor trägt die Jahreszahl 1543.
Die Mauern des im 14. Jahrhundert errichteten stattlichen Westturms haben eine stärke von zwei Metern. Mit dem Helm, mit dem die Kirche ihre heutige Gestalt bekommen hat, ist der Turm 29,65 m hoch. Der Turmhelm in seiner jetzigen Form stammt aus dem Jahre 1726.
Der Grünsandstein der Außenmauern der Kirche hat hier, im Gegensatz zu vielen anderen Gotteshäusern im Kreis, dem Witterungsverfall bisher widerstanden.
altarevVon dem ersten Altar, der 1416 unter dem Pastor Amold Calve zu Ehren des heiligen Kreuzes, der heiligen Maria, der 10.000 Märtyrer und der heiligen Barbara erbaut worden war, hat sich jede Spur verloren. Er scheint als Folge der Reformation abgebrochen worden zu sein.
Der zweite Hochaltar der Kirche, ein großer geschnitzter Flügelaltar mit bemalten Flügelrückseiten wurde 1483 von dem Meister Conrad Borgentrik in Braunschweig angefertigt. Die von Heiligenfiguren gerahmten Bildfelder zeigen Darstellungen aus dem Leben Mariae und Christi. Wegen seines angeblich schlechten Zustandes verkaufte die Kirchengemeinde den Altar 1868; er befindet sich heute im Städtischen Museum zu Braunschweig. Die Kanzel entstand im Jahr 1677. Sie zeigt in durch gedrehte Säulen getrennten Feldern die vier Evangelisten.
Das älteste Ausstattungsstück der Kirche ist ein 33 cm hoher Leuterengel aus Holz, der Ende des 15. Jahrhunderts entstand.
Die Sakristeitür stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist aus Eichenholz.
Der vergoldete Abendmahlskelch aus Silber entstand um 1700.


Alte Mühle an der Dorfstraße

s muhle1846 wurde die Mühle auf dem Gelände des Herlemann´schen Hof, später Böringschulte, gebaut und schon im Jahre 1900, als der Strom kam, stillgelegt. Der grundwassergespeiste Mühlenteich (7 Quellen !) wurde fortan als Feuerlöschteich genutzt.
Ab dem Jahre 2000 wurde der Löschteich restauriert und vom Heimatverein ein Plan aufgesetzt, das Mühlrad wieder in Betrieb zu setzen. 2003 wurde es feierlich angewässert.
Die alte Mühle wird heute als Wohnung genutzt. Unwiederbringlich verloren ist aber leider die Funktion der Mühle im Innenbereich.


Die Hilfshäuser am Hellweg.

Bild: Großes Hilfshaus am Hellweg, 1823 Neubau als evang. Schulgebäude, heute Wohnungen

s hilfsh2Eine besondere Bedeutung für den Durchgangsverkehr auf dem Hellweg muß den beiden Hilfshäusern (das kleine am Westenhellweg, das große am Ostenhellweg) zuerkannt werden, die man als Vorläufer der neuzeitlichen Raststätten an den Autobahnen bezeichnen kann. Sie bildeten in ihrem Unternehmen ein selbständiges Gewerbe und waren ganz darauf eingerichtet, in jeder Weise dem Verkehr Hilfe zu gewähren, sei es durch Vorspann, Repararurarbeiten an Fuhrwerken, Hufbeschlag und als Gastwirtschaft und Unterkunft. Durch die Vielseitigkeit in ihrer Leistung wurden sie geschätzt und waren weit und breit bekannt. In der Heimatgeschichte ist eine ähnliche Einrichtung an anderen Orten längs des Hellwegs nicht nachzuweisen. Sie ist zustande gekommen wegen des abseitigen Verlaufs des Hellwegs zwischen Unna-Werl (die B1 gab es noch nicht), während die übrigen Strecken die anliegenden Ortschaften berühren oder durchqueren und notwendige Hilfe an jedem Gehöft leicht zu erlangen war.
In der Dorfgeschichte sind die zwei Hilfshäuser als „Kleine Hilfshaus" und „Große Hilfshaus" (Bild) genannt. Das älteste kleine, ist als Hilfshaus im 16. Jahrhundert nachweisbar.
Mit dem großen Hilfshaus, Mitte des 15. Jahrhunderts gegründet, ist der Name Schulze-Neuhoff aus Fröndenberg als Inhaber überliefert.
Als die Chaussee, heutige B1, 1820 als Hauptverkehrsstraße in Benutzung kam, war das Ende des alten Hellwegs besiegelt. Die letzten Inhaber der Hilfshäuser bauten zwar sofort neue Gebäude an der Chaussee, betrieben dort neben Landwirtschaft auch wieder Gastwirtschaft, aber das einträgliche Gewerbe, der Vorspann, wurde nicht mehr beansprucht. (s.u.)
Heute sind die an der B 1 liegenden Tankstellen und Reparaturwerkstätten die Hilfshäuser der modernen Zeit.


Hilfshäuser an der B1

s hilfshAls der preußische Staat zwischen 1817 und 1819 die »Köln-Berliner-Straße« (die später sogenannte Reichsstraße bzw B1) neu an Hemmerde vorbei bauen ließ, errichtete der örtliche Besitzer des Hilfshauses einen Neubau direkt an der modernen Chaussee. Er hoffte, die Reisenden würden auch hier seine Dienste in Anspruch nehmen.
Doch die Geschäfte liefen schleppend, denn die Zeiten, in denen »Vorspann« geleistet werden musste, da Pferd und Wagen im Schlamm stecken blieben, waren vorbei. Die neue Chaussee beschleunigte den Verkehr und ließ es zu, längere Strecken in kürzerer Zeit zurückzulegen. Das »Große Hilfshaus« rentierte sich im 19. Jahrhundert nicht länger und wurde anderweitig genutzt. In dem Gebäude war dann die Gaststätte Hoffmann beherbergt, das ehem. Vereinslokal der 3. Kompanie des Schützenvereins, bis es später den "Bördegrill" aufnahm. Noch heute liegt das beeindruckende Gebäude direkt an der Bundesstraße 1 – gegenüber einer Tankstelle.


Haus Westhemmerde

s westhDas Haus Westhemmerde ist ein ehemaliger Adelssitz und ein Wasserschloss in Westhemmerde. Es ist eines der bekanntesten Baudenkmäler des Kreises Unna. Seine Anfänge reichen bis zum Ende des 14. Jahrhunderts zurück. Im 16. Jahrhundert hat die Familie von dem Broel genannt Plater das heutige Baudenkmal als Wasserschloss erbaut. Die Anlage wurde in Laufe ihrer Geschichte mehrfach erweitert und umgebaut. Die Herren von Haus Westhemmerde führten auch das Patronat über die Kirche von Westhemmerde. Seit 1955 sind das Haus und die zugehörigen landwirtschaftlichen Flächen in privatem Besitz. In den letzten 30 Jahren wurde die Anlage im Zeichen des Denkmalschutzes sorgfältig restauriert.


Westhemmerde: Haus von der Recke
Teilweise erhaltenes Wasserschloss, Wehrturm mit angefügtem Torhaus

reckVom ursprünglichen Rittergut Westgemmerde kündet heute nur noch der Wehrturm, der sich mit seiner verschieferten welschen Haube weithin sichtbar über die erst im letzten Jahrhundert entstandene Hofanlage erhebt. In früher Zeiten war das Anwesen eine Art Wasserburg. 1451 wird ein Engelbracht von Pentlinck, Herr zu Westhemmerde, aktenkundlich erwähnt. Mehrere Besitzerwechsel folgten.
Das Gemäuer des Türmchens stammt bereits aus dem Mittelalter und zählt zu den ältesten Gebäude des Kreises Unna, während seine Haube mit achtseitiger geschlossener Laterne und Wetterfahne um 1700 in barocker Form errichtet wurde. Das Fachwerk-Torhaus kam erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hinzu. Das angrenzende Guthaus, das die alte Adelsanlage ersetzte, wurde 1849 erbaut.