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Bauboom in Hemmerde

haBericht vom Hellweger Anzeiger, 18.01.2016

 

Wenn von der Zukunft der Dörfer die Rede ist, gilt es zu erhalten, was vorhanden ist. Für Hemmerde ist mehr zu hoffen: Unnas Osten wird zum Boomviertel der Hellwegbörde.

Spannende Geschichten verdienen packende Titel. Die „Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans Unna-Hemmerde Nr. 14B Heckenstraße/Nördlich Westhemmerder Weg“ zählt vermutlich nicht dazu. Und dennoch wird mit dem Verwaltungsakt ein neues Kapitel in der über tausendjährigen Geschichte Hemmerdes aufgeschlagen. Es ist eine Geschichte, die Hemmerde einen Einwohnerzuwachs von über zehn Prozent bringen soll, die das Antlitz des Dorfes verändern wird und vielleicht auch neue Angebote bringen wird.

Hemmerde steht vor einem Bauboom. Denn der Bebauungsplan, hinter dessen Bezeichnung sich nichts anderes als die ehemalige Hofstelle Linden verbirgt, ist nicht der einzige, den die Planer im Unnaer Rathaus, elf Kilometer weiter im Westen, für Hemmerde aufstellen. Ortsvorsteher Klaus Tibbe (SPD) erwartet für die kommenden Jahre den Zuzug von 350 bis 500 Neubürgern. Heute hat der Stadtteil Hemmerde rund 3.000 Bewohner, das eigentliche Dorf Hemmerde ohne seine Satelliten Westhemmerde, Siddinghausen, Dreihausen und Steinen rund 2.700.

Vieles, was in Hemmerde zurzeit noch offenes Feld ist, soll mittelfristig bebaut werden. Rund 40 Wohneinheiten sollen es rund um Hof Linden werden, ebensoviele im Baugebiet „Im Winkel“, für das die Stadt in der zweiten Jahreshälfte Baurecht schaffen will. Der Beschluss der Stadt, das evangelische Gemeindehaus „Arche“ anzumieten und bis Anfang 2017 das Bürgerhaus zu räumen, weist auf das dritte wirklich große Planwerk hin: Das Umfeld von Bürgerhaus und Sportplatz sollen überplant werden – mit einem neuen Kunstrasenplatz für den TuS, aber eben auch mit zahlreichen neuen Wohnungen. Die derzeit aufgelockerte Besiedlung mit 167 Einwohnern je Quadratkilometer Fläche dürfte in den kommenden Jahren verdichtet werden.

Dass ausgerechnet Hemmerde zum Boomviertel der Stadt erhoben werden soll, hat unterschiedliche Gründe. Ein naheliegender Grund ist, dass es dort Platz gibt. Der Flächennutzungsplan (FNP) als gröberes Steuerinstrument der Entwicklung lässt für Hemmerde noch etwa 580 Wohneinheiten zu. Damit verweist Hemmerde auch Massen (389) und Mühlhausen/Uelzen (342) auf die Ränge.

Doch Platz allein ist nicht entscheidend, sonst müsste man sich um die Zukunft der Dörfer überhaupt keine Gedanken machen. Vielmehr hat Hemmerde schon heute eine Sonderstellung unter den ländlichen Stadtteilen Unnas, wie ein „Handlungskonzept Wohnen“ aus dem Unnaer Rathaus aufzeigt: Hemmerde ist nicht nur schön, ruhig und von netten Nachbarschaften geprägt, sondern man bekommt dort auch noch, was man zum Leben braucht. Die Verfasser der Studie gehen sogar davon aus, dass sich Hemmerde als Alterswohnsitz eignet – zumindest für alle, denen die Erlebnisangebote der Innenstadt nicht sonderlich fehlen. In Hemmerde lässt es sich leben – vorausgesetzt, man findet dort eine Bleibe. Bislang galt der Immobilienmarkt vor Ort als unterdurchschnittlich entwickelt. Kaufinteressenten scheinen Hemmerde nicht „auf dem Zettel“ zu haben – vielleicht auch deshalb, weil Neubauflächen auf dem Markt bislang echte Raritäten waren.

Für das Nötigste ist gut gesorgt

In den ländlichen Teilen Unnas gilt Hemmerde als der Ort mit dem besten Versorgungsangebot. Tatsächlich bietet der östliche Stadtteil vieles von dem, was im Alltag gefragt ist. Lebensmittel etwa kann man bei Carekauf kaufen, Backwaren auch in der Bäckerei Stricker. Und wer keine Lust zum Kochen hat, geht wahlweise zu Struwe oder in die Post, oder er nutzt eine der Imbissstuben.

Hemmerde bietet eine Grundschule und zwei Kindergärten, einen Hausarzt und eine Apotheke, eine Poststation und Kleinvertretungen von Volksbank und Sparkasse. Selbst einen Friseur gibt es im Ort. Zwei christliche Kirchen dienen nicht nur zur Religionsausübung, sondern bieten mit „Arche“ und „Haus des Friedens“ auch Raum für Gemeinschaft. Das Bürgerhaus der Stadt soll Anfang 2017 aufgegeben und von der „Arche“ abgelöst werden.

Freizeit erlebt der Hemmerder auch im Verein, etwa in Schützen- oder Heimatverein, bei Landfrauen und Kyffhäusern, Awo, CVJM, Kolpingsfamilie, bei den Freunden des Dorfes Hemmerde oder der Feuerwehr, sportlich bei TuS oder Speckbrett, musikalisch im MGV 1864 oder im Tambour-Korps, und auch ein Kaninchenzuchtverein ist in Hemmerde ansässig.

Wem dennoch etwas fehlt im Ort, der kommt zumindest leicht von dort weg. Die Lage an der B1 und zwei mit Starenkästen geschützte Tankstellen, der 1874 eröffnete Bahnhof mit Anschluss an die Linie nach Unna und Dortmund beziehungsweise Werl und Soest sowie 15 reguläre und fünf von Anruf-Sammel-Taxis bediente Bushaltestellen machen es möglich.

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